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Balkon und Terrasse

Draußen arbeiten Frost, Regen und Sonne gegen den Aufbau. Gefälle, Abdichtung und Frostsicherheit entscheiden, ob die Fläche zehn Winter übersteht.

Der häufigste Schaden draußen entsteht im Winter.

Wasser dringt in eine undichte Fuge, gefriert, dehnt sich aus und hebt die Platte an. Im nächsten Sommer sieht man nur, dass etwas locker ist. Die Ursache lag zwei Jahre vorher im Aufbau.

Vier Schichten, die über die Lebensdauer entscheiden.

Von unten nach oben. Wer eine davon spart, sieht das Ergebnis nach dem zweiten Winter.

Gefälle herstellen

Wasser muss von der Fassade weglaufen können. Rund zwei Prozent Gefälle sind der übliche Richtwert, und das Gefälle gehört in den Untergrund, nicht in die Fugenbreite.

Abdichtung anschließen

Die Abdichtung wird an Türschwelle, Wandanschluss und Randabschluss sauber hochgeführt und angeschlossen. Genau dort scheitern die meisten Bestandsbalkone.

Drainage und Entwässerung

Eine Drainschicht oder Stelzlager sorgen dafür, dass Wasser unter dem Belag abfließen kann, statt darin stehen zu bleiben.

Frostsicherer Belag

Draußen kommt nur frostsicheres, wasserundurchlässiges Material infrage, mit passender Rutschhemmung für nasse Tage.

Aus der Praxis

Eine Terrasse unter dem Glasdach.

Dieselbe Fläche vor und nach der Verlegung, beide Male aus derselben Blickrichtung fotografiert. Ziehen Sie den Regler, um die beiden Zustände zu vergleichen.

Fläche
Terrasse unter Glasdach mit Glasschiebewand
Belag
Großformatplatten mit schmaler Fuge
Unterbau
Bett aus Drainagemörtel
Anschluss
An die Bodenschiene der Glasschiebewand
Nachher: fertig verlegte Großformatplatten unter dem Glasdach vor Hauswand und Terrassentür
Vorher: verdichteter Unterbau an derselben Stelle, noch ohne Belag
Eigene ArbeitTerrasse unter dem Glasdach, Juni 2024
Der Aufbau

Vier Blickwinkel auf dieselbe Baustelle.

Vom Bett aus Drainagemörtel bis zur fertigen Fläche, so wie die Fotos während der Arbeit entstanden sind.

Erste Plattenreihen entlang der Glaswand, davor das aufgeschüttete Bett aus Drainagemörtel Nahaufnahme: Großformatplatte an der Bodenschiene der Glasschiebewand Nahaufnahme: Drainagemörtel wird mit der Kelle abgezogen, dahinter die gesetzten Platten mit der Wasserwaage
01

Ein Bett aus Drainagemörtel

Die Platten liegen auf einem Bett aus Drainagemörtel. Wasser, das durch die Fugen dringt, läuft darin nach unten ab, statt unter dem Belag stehen zu bleiben und im Winter zu frieren.

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Der Anschluss an die Glaswand zuerst

Die ersten Reihen liegen an der Bodenschiene der Glasschiebewand. Diese Kante sieht man später jeden Tag, deshalb wird die übrige Fläche von hier aus ausgerichtet.

03

Platte für Platte ins frische Bett

Der Mörtel wird abschnittsweise abgezogen und die Platte sofort gesetzt. Die Wasserwaage liegt dabei auf der Fläche, damit Höhe und Gefälle über die ganze Länge stimmen.

04

Die fertige Fläche

Wenige große Platten mit schmaler Fuge lassen die Terrasse unter dem Glasdach ruhig und großzügig wirken. Nass glänzt die Oberfläche fast wie ein Boden im Innenraum.

Verlegung der Großformatplatten entlang der Glasschiebewand, daneben das Bett aus Drainagemörtel

Neubau oder Sanierung einer Bestandsfläche

Bei einer neuen Terrasse können wir den Aufbau von Anfang an richtig planen. Bei einer Bestandsfläche ist die erste Frage, ob der vorhandene Aufbau taugt oder ob er raus muss.

Diese Antwort geben wir vor dem Angebot, nicht mittendrin. Wir öffnen eine Stelle, sehen uns Abdichtung und Untergrund an und sagen Ihnen dann, welche der beiden Varianten anliegt.

  • Terrassen auf Erdreich, auf Beton und auf Stelzlagern
  • Balkone mit Anschluss an Türschwelle und Geländer
  • Bestandsanalyse vor dem Angebot statt Überraschung auf der Rechnung
  • Treppen und Podeste im Außenbereich

Fragen zu Balkon und Terrasse

Davon ist in den meisten Fällen abzuraten. Die Aufbauhöhe wächst, die Türschwelle wird zum Problem und man verlässt sich auf eine Abdichtung, die nicht geprüft werden konnte. Der Rückbau ist meist günstiger als eine Reparatur zwei Jahre später.

Frostsicheres Feinsteinzeug, meist in zwei Zentimeter Stärke, oder frostsicherer Naturstein. Wichtig ist neben der Frostsicherheit die Rutschhemmung, weil die Fläche bei Regen nass wird.

Verlegearbeiten im Freien brauchen Temperaturen über etwa fünf Grad, und zwar auch nachts. Wir planen Außenaufträge deshalb von Frühjahr bis Herbst. Aufmaß und Planung können Sie problemlos im Winter machen, dann steht der Termin, sobald das Wetter mitspielt.

Rinnen, Randabschlüsse und den Anschluss an die vorhandene Entwässerung ja. Wenn eine neue Leitung ins Erdreich muss, ziehen wir dafür einen Partner aus der Region hinzu.

Ihre Terrasse hat den letzten Winter nicht gut überstanden?

Wir sehen uns den Aufbau an und sagen Ihnen, ob eine Reparatur reicht oder ob es der Neuaufbau sein muss.